Projektierungssoftware für Oberleitungsanlagen

Funktionsweise

Die Grundlage für SIGNON OLAcad bildet das Konstruktionsprogramm AutoCAD®, das mit vordefinierten Objekten arbeitet. Objekte, wie Linie, Kreis und Text verfügen über Eigenschaften und können untereinander verknüpft werden. Solche Eigenschaften können beispielsweise

 

Linienstärke, Farbe und Schriftgröße sein.

SIGNON OLAcad knüpft an diesen Ansatz an und definiert neue oberleitungsspezifische Objekte wie Mast, Fahrdraht und Klemme mit speziellen Eigenschaften.

OLAcad Objekte in AutoCAD
SIGNON OLAcad Objekte in AutoCAD® (zum vergrößern anklicken)


Durch die Kombination der verschiedenen Objekte entstehen zwischen deren Eigenschaften Wechselwirkungen. Diese werden iterativ ausgeglichen. Ändert man beispielsweise eine Mastposition, werden Kräfte, geometrische Angaben und weitere Größen neu berechnet und dargestellt. Dadurch ist es möglich, den Einfluss von Änderungen direkt auf das grafische Planungsergebnis oder der statischen Belastungen zu erkennen.

Aus einer Vielzahl verbundener Elemente wird die Oberleitungsanlage entwickelt und in einem CAD-Plan hinterlegt. Dieser CAD-Plan enthält alle Eigenschaften seiner „intelligenten“ Elemente. Das heißt, er enthält neben den grafischen Elementen zur Darstellung der Planung auch deren sämtliche Daten.

Diese Vorgehensweise ist Voraussetzung für eine Darstellung in Draufsicht (2D) und in Perspektive (3D). Dadurch entstehen zusätzlich Längs- und Querschnitte der Oberleitungsanlage. Eventuelle Konflikte können somit rechtzeitig erkannt werden

 

und es kann ein früher Einblick in das zukünftige Aussehen der Anlage genommen werden.

Um die 3D-Funktionalität von SIGNON OLAcad zu nutzen, sollten die zu Grunde liegenden Pläne von Hoch- und Ingenieurbauwerken ebenfalls als 3D-Zeichnung vorliegen. Ist dies nicht der Fall, kann der Planungsingenieur an den betroffenen Punkten vereinfachte 3D-Polygone in die Zeichnung als weitere Referenz einfügen.

Dem Planungsingenieur stehen alle üblichen AutoCAD®-Befehle zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch Menüs, in denen die Eigenschaften der Objekte eingegeben oder aus einer Bibliothek ausgewählt und angepasst werden können.

Ist SIGNON OLAcad installiert, bleiben alle Eigenschaften und Funktionalität der Planung im CAD-Plan erhalten. Auch ohne die Nutzung von SIGNON OLAcad können die Planungen in AutoCAD® geöffnet und mit Daten anderer Planer überlagert und ausgegeben werden.

OLAcad Menues und Werkzeuge
SIGNON OLAcad Menüs und Werkzeuge (zum vergrößern anklicken)


Funktionen im Überblick:

  • Vordefinierte „intelligente“ Oberleitungs-Elemente mit interagierenden Eigenschaften
  • Automatische Neuberechnung geometrischer Angaben und weiterer Größen nach Eigenschaftsänderung
  • Teilautomatisierte Planungsschritte
  • Unterschiedliche Verzerrungsmaßstäbe je Achse möglich („Schnüren“)

 

  • Umfangreiche Bauphasenplanung in einer Zeichnung möglich
  • Mast- und Fundamentstatik nach EN 50119
  • Zahlreiche Ausgabe- und Exportmöglichkeiten
  • Reimport geänderter Datenquellen
  • Einfache Planrevision nach Bau